Wie wählt man das richtige Werkzeug zum Schleifen von Betonböden aus?
Die Glätte der Bodenoberfläche wird durch die Feinheit bzw. Grobkörnung der Diamanten bestimmt.
Eine kleine Körnung erzeugt ein feineres Kratzmuster und erhöht die Lebensdauer des Segments.
Das Gegenteil ist bei einer großen Körnung der Fall: ein grobes Kratzbild, schnelleres Schneiden und eine kürzere Standzeit des Werkzeugs.
Die Standzeit des Segments wird auch durch die Härte der Bindung bestimmt.
Bei einer harten Bindung dauert es normalerweise länger, bis sie sich abnutzt und mehr Diamantkörnung freilegt, während sich eine weichere Bindung schneller abnutzt.
Eine harte Bindung bringt zudem ein feineres Schliffbild beim Trockenschliff.
Auch die Anzahl der Diamantsegmente unter der Bodenschleifmaschine wirkt sich auf die Oberflächenbeschaffenheit aus.
Durch Erhöhen der Segmentanzahl wird die hohe Belastung verringert und ein gleichmäßigeres Kratzmuster erzeugt.
Eine weitere Möglichkeit zur Effizienzsteigerung besteht darin, zusätzliches Schleifmaterial wie Sand oder Siliziumkarbid auf den Boden zu streuen. Dies gilt insbesondere für Hartböden.
Auswahl des richtigen Werkzeugs
Der wichtigste Punkt bei der Auswahl des richtigen Diamantsegments für einen Boden:
Wenn der Beton hart ist, verwenden Sie ein weiches Bindungssegment
Wenn der Beton weich ist, verwenden Sie ein hartes Bindungssegment.
Denn bei hartem Beton entsteht eher feiner, pulverförmiger Staub, der wenig abrasiv wirkt.
Dies trägt nicht dazu bei, das Bindematerial im Segment abzunutzen und neue Diamanten für die Schneidwirkung freizulegen.
Wenn die Bindung zu hart ist, kann es passieren, dass das Segment nicht mehr schleift und auf der Platte zu glasieren beginnt.
Sie müssen also eine weichere Bindung wählen, die sich leichter öffnet, damit die Diamantkörnung funktioniert.
Ist der Beton hingegen weich und erzeugt er einen deutlich gröberen Staub, wirkt dieser schleifend auf das Segment und führt zu schnellerem Verschleiß.
In diesem Fall sollten Sie ein Segment mit einer härteren Bindung verwenden, um einen zu schnellen Verschleiß der Diamantschleifschuhe zu vermeiden.
Generell gilt: Je höher die Druckfestigkeit des Betons, desto härter ist er.
Die Druckfestigkeit wird in Megapascal (MPa) gemessen und bei der Betonbestellung beim Lieferanten angegeben.
Während der MPA des Betons ein wichtiger Faktor ist, ist die Aushärtezeit noch wichtiger. Die Aushärtezeit einer Platte ist eine chemische Reaktion zwischen Zement, Wasser und Luft. Wenn vor der vollständigen Aushärtung geschliffen werden kann, schleift ein Diamant mit sehr harter Bindung mühelos und mit minimalem Verschleiß durch die Platte.
Da beim Schleifen jedoch normalerweise nur die Oberflächenschichten (oft die oberen 5 mm oder so) bearbeitet werden, ist der Oberflächenzustand des Betons oft weitaus wichtiger als seine Druckfestigkeit.
Beispielsweise kann eine stark polierte Oberfläche, die durch übermäßiges Glätten des nassen Betons entsteht, die Oberfläche sehr glatt machen und sich wie harter Beton verhalten.
Andererseits entsteht auf einer durch Regen oder Sandstrahlen beschädigten Oberfläche mehr körniger, sandiger Staub, und sie verhält sich daher eher wie weicher Beton.
Der beste Weg, das richtige Werkzeug für einen Betonboden auszuwählen, besteht letztendlich darin, nach einem Hersteller von Qualitätswerkzeugen zu suchen.
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